Ich wähle Hitsch Brosi weil...
"Ich wähle Hitsch Brosi, weil er durch seine berufliche
Tätigkeiten die Bündner Schule durch alle Stufen
bestens kennt und er seit Jahrzehnten eine professionelle Beziehung zur
Bündner Kultur, insbesondere auch zur Laienkultur aufgebaut
hat."Luzius Hassler
Dozent Pädagogische Hochschule GR
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Kulturbeauftragter des Kantons Graubünden (1991 – 1998)
Im Frühjahr 1991 gab das EKUD in einer Medienmitteilung bekannt, dass neu eine Stelle eines Kulturbeauftragten für den Kanton Graubünden geschaffen wird. Die allgemeine Kulturförderung und die Sprachenfragen bildeten die Hauptaufgabenbereiche, insbesondere die Erarbeitung eines Konzeptes für ein neues Kulturförderungsgesetz. Eigentlich schon beim Durchlesen des Zeitungsartikels wurde mir klar, dass ich mich für diese Stelle bewerbe. Bereits am 1. August 1991 konnte ich die Stelle antreten.
Einige besondere Aspekte verdienen es erwähnt zu werden:
- Die Arbeit am Kulturförderungsgesetz, aber auch in sprachenrechtlichen Fragen erforderte auch eine ‚Anlehre’ in Rechtsfragen. Eine äusserst nützliche Kompetenz, das darf ich heute noch sagen.
- Als Chefbeamter erfährt man das Regierungsgeschäft nur von aussen, aber die rund 100 Regierungsanträge ergaben einen zunehmenden Einblick in die Regierungsarbeit.
- Im gesamten Bereich gab es sehr viel Medienarbeiten. In den sieben Dienstjahren waren es weit über hundert Medienkonferenzen zusammen mit dem Departementsvorsteher, Medienberichte und Interviews.
- Die Mitarbeit in der schweizerischen Kulturbeauftragten-Konferenz ergab nationale, diejenige in einer ARGE ALP-Arbeitsgruppe sogar internationale Kontakte und Erfahrungen.
- In der Ausarbeitung eines Kulturförderungs-Konzeptes und des Kulturförderungsgesetzes (KFG) ergaben sich detaillierte Kenntnisse des Bündner Kulturschaffens, des Gesetzgebungsprozesses und der ganzen Prozederes bis zur Verabschiedungen eines Gesetzes. >>>
- Ein Kernpunkt des neuen Kulturförderungsgesetzes bildete die Förderung der Sing- und Musikschulen. >>>
- Mit der Leitung der Arbeitsgruppe Rumantsch Grischun wurde mir eine politisch heikle Aufgabe übertragen. Interessanterweise akzeptierten alle Seiten die vermittelnde Position eines Deutschbündners. >>>
Als Kulturbeauftragter ist es wichtig, am Puls des kulturellen Geschehens im Kanton zu sein. Wenn es Kultur-Förderung sein soll, darf man nicht nur Beamter, man muss auch Anwalt der Kulturschaffenden sein.







