Ich wähle Hitsch Brosi weil...
"...er unmittelbar von der Bildungsfront heranrückt und weiss, wo der Schuh sitzt und drückt. Hitsch fördert sinnvolle Neuerungen, unterstützt aber auch Altbewährtes an unserer Volksschule. Nach den vergangenen Jahren ist es zwingend, dass die parteipolitischen Schnellschüsse ein Ende haben!"Magda Balzer
Schulsuperviser
Schulsuperviser
Suchen
Veranstaltungen
Es sind zur Zeit keine Einträge vorhanden.
Mittelschulen: Erhalt der regionalen Verteilung
Mit Ausnahme von Mittelbünden hat der Kanton Graubünden eine erstaunlich breite Abdeckung mit Mittelschulen - dank den privaten Internatsschulen. Das ist für die Attraktivität der Regionen ein nicht zu unterschätzender Faktor. Dass dies erkannt ist, drückt auch Art. 89 der Kantonsverfassung aus: Der Kanton sorgt für ein dezentrales Mittelschulangebot.
Einige der kleineren Mittelschulen sind in ihrer Existenz bedroht. V.a. stark rückläufige Schülerzahlen in den peripheren Regionen sind der Grund. Diese Schulen sollen durch attraktive Angebote zu ausgebaut werden. Das ist nicht die Hauptaufgabe des Kantons Graubünden, aber er kann sich um gute Rahmenbedingungen bemühen.
- Während z.B. in der Nordwestschweiz ein interkantonales Abkommen für die gegenseitige Schulgeldübernahme seit Jahren besteht, gibt es nichts Ähnliches in der EDK Ost. Ein solches Abkommen auszuhandeln ist sicher keine einfache Aufgabe. Deshalb liess man es im Kanton Graubünden bisher unversucht.
- Wenn ein Jugendlicher einen Sprachaufenthalt in Spanien, Amerika oder Australien machen will, kann er dies im Rahmen der internationalen Austauschorganisationen machen, und das kostet die Familie dann 5 –10'000.— Fr. Will aber ein Jugendlicher innerhalb der Schweiz ein Austauschjahr in einem anderen Sprachgebiet machen, ist das nicht vorgesehen und kostet die Eltern entsprechend mehr. In den 90-er Jahren hat die Schweiz einen neuen Sprachenartikel in die Verfassung aufgenommen, dessen Abs. 3 lautet: Bund und Kantone fördern den Austausch und die Verständigung zwischen den Sprachengemeinschaften. Der dreisprachige Kanton Graubünden wäre wohl der interessanteste Austauschplatz. Ein weiterer Ansatzpunkt für die Stärkung der regionalen Schulen. Aber man müsste die Sache offensiv in Angriff nehmen.
- Das schweizerische Maturitätsanerkennungsreglement (MAR) verlangt von sämtlichen Gymnasiasten als erste Fremdsprache eine zweite Landessprache. Aus staatspolitischen Gründen sicher eine sinnvolle Bestimmung. Für Schulen mit internationalem Publikum aber ein Hemmnis. Denn wenn ein Jugendlicher aus irgendwelchem Land neben seiner Muttersprache auch noch die Unterrichtssprache Deutsch und Englisch belegt, macht es aus seiner Sicht wenig Sinn, wenn er auch noch Italienisch, Französisch oder Romanisch lernen muss. Ein kleiner Zusatzpassus für ausländische Jugendliche wäre nötig, damit diese z.B. statt in der 2. Landessprache in ihrer Muttersprache geprüft werden können.
Der Kanton Graubünden hat eine Mittelschullandschaft mit Potential. Für bessere Rahmenbedingungen bräuchte es allerdings politisches Engagement!
Attraktive Mittelschulen sind ein Baustein für attraktive Regionen. Je peripherer diese liegen, umso wichtiger sind sie.







